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3:3 nach 0:2 - Kiezkicker mit starker Moral im Test in Kiel

Der FC St. Pauli und Holstein Kiel haben sich am Freitagnachmittag (28.1.) in einem torreichen Testspiel mit 3:3 (2:0) getrennt. Bei den Kiezkickern reihten sich Maximilian Dittgen mit einem Doppelpack (48., 53.) und Simon Makienok (60.) in die Torschützenliste ein, für Kiel hatten Fabian Reese (9.) und Julian Korb (23.) vor sowie Marcel Benger (54.) nach der Pause getroffen.

Für den Test in Kiel hatte Cheftrainer Timo Schultz bereits angekündigt, jedem Kiezkicker seine Einsatzzeit zu geben. Für die Startelf gab es im Vergleich zum Derby deshalb sieben Änderungen. Dennis Smarsch, Luca Zander, Philipp Ziereis, Lars Ritzka, Rico Benatelli, Lukas Daschner und Simon Makienok fanden sich alle in der Anfangsformation wieder. Nicht mit in Kiel dabei waren Keeper Sören Ahlers (häusliche Quarantäne nach positivem Corona-Befund), Afeez Aremu (im Aufbautraining nach muskulärer Verletzung), Jackson Irvine (für Australien in der WM-Quali im Einsatz), Marcel Hartel (leicht erkältet) oder auch Daniel-Kofi Kyereh (muskuläre Verletzung).

Die Kiezkicker begannen druckvoll, nach fünf Zeigerumdrehungen fehlte zum ersten Torerfolg nicht viel, als Lukas Daschner im Strafraum aus halbrechter Position zum Abschluss kam und das Leder nur knapp am rechten Torpfosten vorbeistrich (5.). Genauer machten es die Gastgeber, als eine Flanke von Fabian Reese mit viel Effet in die FCSP-Box segelte, an Freund und Feind vorbei ging und neben dem langen Pfosten im Netz landete – das 1:0 für die Kieler (9.). Doch den Offensivbemühungen unserer Jungs tat das keinen Abbruch. Eine knappe Viertelstunde war gespielt, als Etienne Amenyido einen abgewehrten Eckball aus 18 Metern Volley nahm und der Ball nur hauchdünn über den Kieler Kasten ging (14.).

Ab der 20. Minute zogen die Kieler an. So war FCSP-Keeper Smarsch einen Schritt schneller als Arp und konnte eine Hereingabe noch unter sich begraben (22.). Eine Minute später konnte er noch einen Schuss aus kurzer Distanz abwehren, beim Nachschuss des aufgerückten Julian Korb war er dann aber macht los – 2:0 für die Gastgeber (23.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde musste sich Smarsch bei einem Versuch von Steven Skrzybski lang machen und wehrte seinen Ball zur Ecke ab (34.). Unsere Kiezkicker versuchten es immer wieder sich in den Kieler Strafraum zu kombinieren, kamen aber nicht in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Anders als die Kieler, die sich drei Minuten vor dem Pausenpfiff wieder gefährlich in den Strafraum kombinierten. Ein Schuss von Mees wurde noch leicht abgefälscht und landete bei Korb, der nur noch einschieben brauchte (42.). Er stand allerdings knapp im Abseits und so blieb es beim 0:2 zur Halbzeit aus Sicht unserer Kiezkicker.

Nach dem Seitenwechsel tauschte Cheftrainer Timo Schultz munter durch und stellte auch auf eine Dreierkette um. Nikola Vasilj, Sebastian Ohlsson, Adam Dzwigala, Marcel Beifus, James Lawrence und Maximilian Dittgen kamen zu ihren Einsätzen. Dittgen reihte sich auch gleich in die Torschützenliste ein, als Lars Ritzka bis zur Grundlinie durchstartete und einen scharfen Flachpass in die Mitte legte, wo Dittgen zum Anschlusstreffer einschieben sollte (48.).

Nur wenige Minuten später war es erneut Dittgen, der mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumkante zum 2:2-Ausgleich traf (53.). Allerdings währte die Freude nicht lang, als Marcel Benger nur eine Zeigerumdrehung später die Holsteiner wieder in Führung brachte (54.). Es ging munter weiter, der nächste Treffer folgte zeitnah, unseren Kiezkickern gelang der erneute Ausgleich. Nach einem Foul an Dittgen brachte Finn Ole Becker einen Freistoß von der rechten Seite butterweich in den Strafraum, wo Simon Makienok am höchsten stieg und zum 3:3 einköpfte (60.).

Glück hatten unsere Boys in Brown dann in der 66. Minute, als der eingewechselte Benedikt Pichler ganz frei vor Vasilj auftauchte und das Leder aus kurzer Distanz drüber setzte. 20 Minuten vor dem Ende kamen dann auch Niklas Jessen, Igor Matanovic und Franz Roggow zu ihrem Einsatz. Zehn Minuten vor Abpfiff durfte auch Leart Paqarada noch ein paar Momente Testspiel-Luft schnuppern. Weil keinem Team trotz Offensivbemühungen ein weiterer Treffer gelang, blieb es am Ende beim 3:3-Remis.

 

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Stimmen zum Spiel

 

Cheftrainer Timo Schultz: „Wir sind nicht so gut in die Partie reingekommen. Wir hatten zwar die ersten zwei guten Chancen, aber mit dem ersten Schuss auf unser Tor lagen wir gleich zurück. Da mussten wir uns einmal schütteln und haben den Kielern zu viele Kontermöglichkeiten gegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt und waren dann ein bisschen zielstrebiger. Ich denke, dann haben wir schöne Tore geschossen und das 3:3 ist ein gerechtes Ergebnis.“

Holstein Kiel

Gelios - Korb, Komenda (64. Koulis), Erras, Carrera - Benger, Holtby (77. Sander) - Reese (46. Porath), Skrzybski (64. Pichler), Mees - Arp

Cheftrainer: Marcel Rapp

 

FC St. Pauli

Smarsch (46. Vasilj) - Zander (46. Ohlsson), Ziereis (46. Dźwigała), Medić (46. Beifus), Ritzka - Benatelli (80. Paqarada), Becker (71. Roggow), Amenyido (46. Lawrence), Daschner (71. Jessen) - Makienok (71. Matanović), Burgstaller (46. Dittgen)

Cheftrainer: Timo Schultz

 

Tore: 1:0 Reese (9.), 2:0 Korb (23.), 2:1 Dittgen (48.), 2:2 Dittgen (53.), 3:2 Benger (54.), 3:3 Makienok (60.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Patrick Schwengers

 

(ch)

Fotos: FC St. Pauli

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